Naturkatastrophen
Es gibt eine Vielzahl sogenannter Naturkatastrophen. Unter Naturkatastrophen werden alle Naturereignisse gezählt, welche eine verheerende Auswirkung auf die biotische Natur, also die Lebewesen, hat. Im engeren Sinne bezeichnet man Naturereignisse jedoch nur dann als Katastrophe, wenn diese unmittelbare Auswirkungen auf den Menschen haben, wie beispielsweise Überflutungen oder schwere Lawinen. Zeitlich gesehen können Naturkatastrophen eine ganz verschiedene Dauer haben. Ein Erdbeben beispielsweise erschüttert die Erde nur für wenige Minuten, ein Vulkanausbruch jedoch kann mehrere Tage anhalten.
Bei Naturkatastrophen kommt es häufig zu einem volkswirtschaftlichen Schaden durch beispielsweise die Überschwemmung von Äckern, häufig entsteht auch ein Versicherungsschaden, da viele Menschen sich zum Schutze vor diesen Katastrophen versichern lassen. Die Betroffenen nennt man hierbei häufig Katastrophenopfer.
Die Ausmaße der Schäden durch Naturkatastrophen können immense Größen annehmen. So wird der volkswirtschaftliche Schaden des Hurrikan Katrina von 2005 mit 100 Milliarden US-Dollar beziffert, das Elbhochwasser 2002 in Deutschland verursachte schätzungsweise einen Schaden in Höhe von 18 Milliarden Euro. Eine der schlimmsten Naturkatastrophen der Neuzeit war jedoch wahrscheinlich die Spanische Grippe 1918/19, welche über 25 Millionen Menschen umbrachte. Oft sterben auch Menschen in armen Ländern nach Dürren, wie beispielsweise 1965-67 in Indien (circa 15 Millionen Menschen).
Es gibt mehrere verschiedene Ursachen für Naturkatastrophen. Zum einen kann eine Naturkatastrophe, wie der Tsunami vom 26.12.2004, durch tektonische Ursachen, wie ein Erdbeben oder auch durch Vulkanausbrüche, verursacht werden. Diese fordern häufig sehr viele Menschenleben, die Anzahl der Toten nach dem Tsunami 2004 wird mit 230.000 beziffert. Auch große Städte wie Kobe in Japan oder San Francisco wurden in der Vergangenheit hart von Erdbeben getroffen. Einer der berühmtesten Vulkanausbrüche der Geschichte ist wohl der Ausbruch des Krakatau (Indonesien), wessen Explosionsgeräusche sogar im 3100 Kilometer entfernten Perth zur hören waren. Nach dem Ausbruch des Krakatau erniedrigte sich sogar die Durchschnittstemperatur um etwa 0,5 Grad Celsius.
Unter gravitatorische Ursachen versteht man Katastrophen wie Muren, Erdrutsche oder Lawinen. Sie kommen vor allem in bergigen oder hügeligen Gebieten vor. Die bekannte Lawinenkatastrophe von Galtür forderte im Jahr 1999 insgesamt 38 Menschenleben.
Sehr häufig haben jedoch Naturkatastrophen auch klimatische Ursachen. Sie umfassen alle Art von Wetteranomalien. Unwetter führen dadurch häufig zu Hochwasser oder auch Sturmfluten (an den Küsten). Stürme, Orkane, Tornados oder Wirbelstürme (Hurrikan/Taifun) zählen zu den windbedingten klimatischen Katastrophen. Auch Glatteis, Hagelschlag oder Eisregen können verheerende Folgen haben, genauso wie Hitzewellen und daraus häufig resultierende Dürren.
Sonstige Ursachen für Naturkatastrophen können Ungezieferplagen oder Epidemien (wie Pest oder Grippe) haben. Die eher selteneren Meteoriteneinschläge werden auch als Naturkatastrophe bezeichnet.